Didaktisches Prinzip

Nachhaltige Schulverpflegung kann entscheidend zum Gelingen des Transformationsprozesses unseres Ernährungssystems beitragen und ist ein wichtiger Baustein der Nationalen Ernährungsstrategie.

Die Vernetzungsstellen Schulverpflegung in den Ländern beschäftigen sich seit Jahren mit den komplexen Faktoren, die zur Akzeptanz von nachhaltiger und gesundheitsfördernder Schulverpflegung beitragen – insbesondere bei Schüler:innen der weiterführenden Schulen.

Wie erreicht man Jugendliche und wie macht man sie zu kompetenten Botschafter:innen nachhaltiger Ernährung?

Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e.V. hat gemeinsam mit dem Fachgebiet Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft im Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre an der Technischen Universität Berlin und der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. im Rahmen der IN FORM Projekte 2019-22 erste praxisorientierte Unterstützungsinstrumente zum Bezug und Einsatz von regional-saisonalen Bio-Gemüse-Obst-Abokisten erstellt. Durch das abschließende IN FORM Projekt 2023-2025 „Entwicklung und Erprobung einer MODUL-BOX Nachhaltige Ernährung - Verzahnung von Bildung und Schulverpflegung in Ganztagsschulen (Jg. 7-10)“ mit dem Herzstück des modularen Mensa-Talks wurden diese zum Abschluss gebracht.

Mit dem didaktischen Prinzip der „Nachhaltigen Erzeugung & Nachhaltigen Kommunikation“ in der fächerübergreifenden Verbraucherbildung an Sekundarschulen wurde ein Bottom-Up-Ansatz exemplarisch auf der Grundlage einer regional-saisonalen Bio-Gemüse-Obst-Abokiste entwickelt und erfolgreich erprobt. Die Akzeptanz nachhaltiger Ernährung wurde entsprechend bei den beteiligten Schüler:innen und Lehrkräften befördert und Handlungskompetenzen zum Aufbau der Kommunikation nachhaltiger Ernährung im sozialen Raum Schule erworben. Dieser „Bottom-Up-Ansatz“ ist ein bundesweit übertragbares Konzept, das regional auf unterschiedlichste Settings und Lehr-Lernarrangements angepasst werden kann. Unterstützung bieten dabei u.a. die Vernetzungsstellen Schulverpflegung in den Ländern.

Die Modul-Box bietet Lehrkräften und Schüler:innen ein umfangreiches modular aufgebautes Material, das unabhängig von der vorgeschlagenen Reihenfolge, in einer selbst gewählten Abfolge oder auszugsweise in diversen Variationen durchgeführt werden kann. Das Material ist nicht konsekutiv aufeinander aufbaut und kann an die individuellen Bedingungen und das Schulumfeld angepasst werden. Durch die erworbenen Ernährungskompetenzen wird somit das Verpflegungsangebot in der eigenen Schule unter dem Aspekt Nachhaltigkeit kritisch hinterfragt und die schulische Ernährungsumgebung nachhaltig „Bottom-Up“ gestaltet. Aus diesem Grund ermöglicht die Modul-Box langfristig eine Beteiligung der Schüler:innen, gemäß dem partizipativen Prinzip, bei der schulinternen Qualitätsentwicklung von Ganztagsangeboten wie z. B. der Schulverpflegung.

Ausschnitt: Schaubild nachhaltige Ernährung

 

Gestaltung Nachhaltiger Ernährung im Setting Schule: Das Didaktische Prinzip "Nachhaltige Erzeugung & Nachhaltige Kommunikation"

Stephanie Grundmann & Pascal Ohlhausen, Technische Universität Berlin - Fachgebiet B!NErLe

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Bottom-Up: Die Modul-Box - Transformation hin zu einer Nachhaltigen Ernährung durch Partizipation, Kommunikation und Genuss

Stephanie Grundmann, Britta Kutz & Pascal Ohlhausen, Technische Universtität Berlin - Fachgebiet B!NErLe

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Top-Down: Maßnahmen einer integrierten Ernährungs- und Bildungspolitik für prägende Ernährungsumgebungen in Kindertagesstätten und Schulen

Prof. Dr. Ines Heindl, Europa-Universität Flensburg

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